Wir greifen dabei auf historische Bodenrichtwerte, damalige Vergleichspreise der Gutachterausschüsse sowie vorhandene Fotos und Bauunterlagen zurück, um den Zustand zum relevanten Stichtag zu rekonstruieren.
Je länger der Zeitraum zwischen Todestag und Gutachtenerstellung, desto anspruchsvoller wird die Beweisführung – gute Dokumentation ist daher entscheidend für die Nachvollziehbarkeit.
Solche nachträglichen Gutachten werden häufig im Rahmen von Betriebsprüfungen, Erbstreitigkeiten oder nachträglich aufgedeckten Bewertungsfehlern benötigt.
Besondere Sorgfalt erfordert die Berücksichtigung zwischenzeitlicher baulicher Veränderungen: Wurden nach dem Stichtag Modernisierungen vorgenommen, müssen diese rechnerisch herausgerechnet werden, um den ursprünglichen Zustand nicht zu verfälschen.
Rechnungen, Bautagebücher oder Handwerkerangebote aus der fraglichen Zeit sind daher besonders wertvolle Belege, um den damaligen Zustand nachträglich möglichst genau zu rekonstruieren.
Für die Erbauseinandersetzung und gegenüber dem Finanzamt trägt das Verkehrswertgutachten.
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