Ziel der Reform war es, die seit Jahrzehnten veralteten Einheitswerte durch aktuelle, realitätsnahe Grundsteuerwerte zu ersetzen, da das Bundesverfassungsgericht die alte Regelung für verfassungswidrig erklärt hatte.
Da Kommunen ihre Hebesätze im Zuge der Reform anpassen, um insgesamt aufkommensneutral zu bleiben, verschiebt sich die individuelle Belastung: Manche Eigentümer zahlen künftig mehr, andere weniger als zuvor.
Besonders betroffen von Mehrbelastungen sind häufig Eigentümer in gefragten Lagen mit stark gestiegenen Bodenrichtwerten, während Objekte in strukturschwächeren Lagen tendenziell entlastet werden.
Die Kommunen sind angehalten, ihre Hebesätze im Rahmen der Reform transparent und möglichst aufkommensneutral anzupassen; entsprechende Hebesatz-Rechner der Bundesländer bieten Eigentümern eine erste Orientierung.
Da die tatsächliche Belastung letztlich vom Zusammenspiel aus Grundsteuerwert, Steuermesszahl und kommunalem Hebesatz abhängt, lässt sich die individuelle Wirkung der Reform erst mit dem finalen Bescheid verlässlich beurteilen.
Gegen einen zu hoch angesetzten Grundsteuerwert hilft nur ein Verkehrswertgutachten.
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