Video · Zustand & Bauschäden

Rissmonitoring: Risse im Mauerwerk richtig beobachten – einfach erklärt

4:07 Min. · 17. Oktober 2026

Ob ein Riss den Wert einer Immobilie berührt, entscheidet nicht seine Breite am Tag der Besichtigung, sondern ob er sich noch bewegt. Dieses Video zeigt in rund vier Minuten, wie Sie das mit einem Rissmonitor zum Anschrauben herausfinden und warum eine Messreihe im Verkehrswertgutachten zählt.

Das erfahren Sie im Video

  • Riss-Arten: ruhend, aktiv oder atmend – ein einzelner Blick zeigt nur die Breite.
  • Rissmonitor: zwei Platten mit Raster und Fadenkreuz, ablesbar auf 0,5 mm in beiden Richtungen; anschrauben statt kleben.
  • Alternativen: Gipsmarke, Rissbreitenlupe und elektronische Überwachung zur Beweissicherung.
  • Messreihe: wöchentlich, dann monatlich ablesen – erst zwölf Monate trennen Jahreszeit und Trend.
  • Verkehrswert: Bauschäden sind besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale (§ 8 Abs. 3 ImmoWertV); eine ruhende Messreihe ersetzt den Sicherheitsabschlag durch die Instandsetzungskosten.

Rechtsgrundlagen und Quellen (Rechtsstand 17. Oktober 2026)

Dieses Video ist ein Informations- und Werbevideo des Immobilien-Sachverständigenbüros STRECKEL für seine eigenen Leistungen. Es vermittelt allgemeine Informationen, ist keine Rechtsberatung und kein Bauschadensgutachten und ersetzt weder die Prüfung durch einen Tragwerksplaner noch ein Gutachten für Ihr Objekt.

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Ein Riss in der Wand, und sofort die Frage: Ist das gefährlich, und was bedeutet es für den Wert? Die Antwort hängt nicht an der Breite des Risses, sondern daran, ob er sich noch bewegt. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie das mit einem Rissmonitor für wenige Euro herausfinden. Willkommen beim Immobilien-Sachverständigenbüro Streckel!

Zuerst die entscheidende Unterscheidung. Ein ruhender Riss hat sich ausgebildet und bewegt sich nicht mehr, meist ist er nur ein optischer Mangel. Ein aktiver Riss wird über Monate breiter oder länger. Hier wirkt eine Ursache noch, etwa eine Setzung. Und ein atmender Riss öffnet und schließt sich mit Temperatur und Feuchte, das ist oft harmlos. Mit einem einzigen Blick lässt sich das nicht unterscheiden.

Das Werkzeug dafür ist der Rissmonitor. Er besteht aus zwei Kunststoffplatten: Die untere trägt ein Millimeterraster, die obere ein rotes Fadenkreuz. Je eine Platte wird links und rechts vom Riss befestigt. Bewegt sich der Riss, wandert das Fadenkreuz über das Raster, ablesbar auf einen halben Millimeter genau, waagerecht und senkrecht.

Beim Anbringen kommt es auf drei Dinge an. Schrauben Sie den Monitor mit Dübeln ins Mauerwerk. Kleber löst sich auf feuchtem oder sandendem Putz, und dann misst der Monitor den Putz statt der Wand. Setzen Sie ihn quer über die breiteste Stelle, das Fadenkreuz genau auf Null. Und notieren Sie das Datum auf dem Rahmen und machen Sie ein Foto mit Maßstab.

Und die Alternativen? Eine Gipsmarke reißt, wenn sich der Riss bewegt, sagt aber nicht, wie viel und wann. Eine Rissbreitenlupe misst die Breite am heutigen Tag, sie ist ideal für den Anfangszustand. Elektronische Sensoren messen laufend, kosten aber mehrere 100 Euro je Messstelle. Sie lohnen sich vor allem zur Beweissicherung, etwa bei einer Baustelle nebenan.

So entsteht eine belastbare Messreihe. Lesen Sie in den ersten drei Monaten wöchentlich ab, danach monatlich. Halten Sie jede Ablesung mit Foto, Datum und Außentemperatur fest. Tragen Sie die Werte in eine einfache Tabelle ein, waagerecht und senkrecht in Millimetern. Und beobachten Sie mindestens sechs, besser zwölf Monate.

Warum so lange? Viele Risse atmen: Sie öffnen sich im Winter und schließen sich im Sommer, ohne dass etwas passiert. Ein Trend dagegen zeigt sich daran, dass die Werte über das Jahr steigen. Dann wirkt die Ursache noch. Erst eine Messreihe über zwölf Monate macht diesen Unterschied sichtbar.

Und was bedeutet das für den Verkehrswert? Bauschäden sind besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale und werden gesondert berücksichtigt. Findet der Gutachter einen Riss ohne Vorgeschichte, muss er einen Sicherheitsabschlag ansetzen oder eine statische Prüfung vorbehalten. Liegt dagegen eine Messreihe vor, die ein Jahr lang keine Bewegung zeigt, genügt meist der Ansatz der Instandsetzungskosten. Das kann einen großen Unterschied im Wert machen.

Wann sollten Sie nicht warten? Wenn ein Riss innerhalb weniger Wochen sichtbar wächst, wenn er treppenförmig durch tragendes Mauerwerk läuft oder versetzt ist, oder wenn Türen und Fenster plötzlich klemmen. Dann ist das Monitoring nur noch Begleitung, und Sie sollten zeitnah einen Tragwerksplaner hinzuziehen.

Ihr nächster Schritt: Sie haben Risse im Haus oder schon eine Messreihe? Lassen Sie den Verkehrswert unabhängig ermitteln, Ihre Rissdokumentation fließt nachvollziehbar ein. Nach einem kostenlosen Erstgespräch folgen Unterlagen, Besichtigung und Gutachten. Mehr zum Rissmonitoring lesen Sie in unserem Beitrag auf bewerter-immobilien.de. Das Immobilien-Sachverständigenbüro Streckel freut sich auf Sie!

Der Moderator in diesem Video ist eine KI-generierte, fiktive Person mit synthetischer Stimme. Fachliche Verantwortung: Tobias Streckel. Das Video vermittelt allgemeine Informationen und ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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