Einleitung

Der Münchner Wohnimmobilienmarkt präsentiert sich zu Beginn des Jahres 2026 in einem Umfeld, das durch stabilisierte Preisindizes und weiterhin erhöhte Finanzierungskosten geprägt ist. Der vorliegende Bericht ordnet die aktuellen Kennzahlen für München sowie die relevanten Rahmendaten aus Bayern und Deutschland ein. Die Betrachtung erfolgt auf Basis der ausgewiesenen Indizes und Werte; die uneinheitlichen Stichtage der jeweiligen Quellen sind bei der Interpretation zu berücksichtigen.

Preisentwicklung in München

Die vom vdp ausgewiesenen Indizes (Basis 2022=100) verdeutlichen für den Münchner Markt ein Preisniveau, das unterhalb des Ausgangswerts des Jahres 2022 liegt. Der Index für Wohnen gesamt notiert bei 98,40, während der Kapitalwertindex für Mehrfamilienhäuser mit 99,30 nahezu das Niveau des Basisjahres erreicht. Deutlicher unterhalb der 100er-Marke bewegen sich die Indizes für Eigentumswohnungen (96,20) sowie für Wohneigentum gesamt (95,30). Damit zeigt sich innerhalb des Münchner Marktes eine differenzierte Entwicklung: Der Kapitalwert von Mehrfamilienhäusern liegt näher am Ausgangsniveau als das Segment des selbstgenutzten Wohneigentums (Stand jeweils 2026-Q1).

Finanzierungsumfeld und Baukosten

Die Finanzierungskonditionen bleiben ein bestimmender Faktor: Der Zinssatz für Wohnungsbaukredite liegt laut EZB bei 3,75 % p.a. (Stand 2026-Q1). Auf der Kostenseite steht der Baupreisindex für Wohngebäude in Deutschland bei 137,00 (Stand 2026-Q1). Ergänzend weist der Kaufwert für Bauland in Bayern 248,84 EUR/m² aus (Stand 2024-Q4), wobei der ältere Stichtag zu beachten ist.

Gesamtdeutsche und bayerische Referenzwerte

Für Deutschland liegt der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts bei 100,50 (Stand 2026-Q1). Weitere Referenzreihen bestätigen das Preisniveau aus unterschiedlichen methodischen Perspektiven: Der Eurostat-Häuserpreisindex (2015=100) notiert bei 153,40 (Stand 2026-Q1), der BIS-Index (2010=100) bei 180,10 (Stand 2025-Q4). Der Index der Nettokaltmieten in Bayern erreicht 112,60 (Stand 2026-Q1).

Angebot und Bestand

Im Neubaugeschehen weist Bayern 46.190 Baufertigstellungen von Wohnungen sowie 52.945 Baugenehmigungen aus (jeweils Stand 2025-Q4). Der Wohnungsbestand in Bayern beläuft sich auf 6.620.821 Wohnungen (Stand 2024-Q4). Die Zahl der Genehmigungen liegt damit oberhalb der Fertigstellungen, was auf ein weiterhin vorhandenes Bauvolumen in der Pipeline hindeutet.

Fazit

Der Münchner Wohnimmobilienmarkt zeigt zu Beginn des Jahres 2026 ein Preisbild unterhalb des Basisjahres 2022, mit einer relativen Stabilität im Mehrfamilienhaus-Segment gegenüber schwächeren Werten beim Wohneigentum. Das erhöhte Finanzierungsniveau von 3,75 % sowie die anhaltend hohen Baukosten prägen die Rahmenbedingungen. Auf der Angebotsseite deuten die über den Fertigstellungen liegenden Genehmigungen in Bayern auf fortbestehende Bauaktivität hin. Aufgrund der uneinheitlichen Stichtage und der nicht vorliegenden Quartalsveränderungen sind die genannten Werte als Momentaufnahme zu verstehen.

Hinweis: Dieser Bericht dient der sachlichen Einordnung und stellt weder eine Anlageempfehlung noch ein Verkehrswertgutachten dar.

Kennzahlen & Quellen

Kennzahl Region Wert
Baupreisindex Wohngebäude Deutschland 137,00 Index
Hauspreisindex Deutschland 100,50 Index
Hauspreisindex (BIS) Deutschland 180,10 Index (2010=100)
Hauspreisindex (Eurostat) Deutschland 153,40 Index (2015=100)
Wohnungsfertigstellungen Bayern 46.190 Anzahl
Baugenehmigungen Bayern 52.945 Anzahl
Mietpreisindex (Nettokaltmieten) Bayern 112,60 Index
Baulandpreis Bayern 248,84 EUR/m²
Wohnungsbestand Bayern 6.620.821 Anzahl
Eigentumswohnungen (vdp) München 96,20 Index (2022=100)
Mehrfamilienhäuser (vdp) München 99,30 Index (2022=100)
Wohneigentum gesamt (vdp) München 95,30 Index (2022=100)
Wohnimmobilien gesamt (vdp) München 98,40 Index (2022=100)

ℹ Hinweis

Dieser Beitrag bietet einen Marktüberblick auf Basis öffentlich zugänglicher Statistiken und stellt keine Verkehrswertermittlung und keine Anlageberatung dar. Werte sind Durchschnitts-/Richtwerte, objektindividuelle Abweichungen sind möglich. Fließtextpassagen wurden KI-unterstützt aus den genannten Kennzahlen erstellt.